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  Autotest Jeep Grand Cherokee Laredo

Unsere Teststrecke diesmal: von der Chrysler Heimat Detroit zum Formel Eins Grand Prix ins 350 Meilen entfernte Indianapolis.

Technische Daten:
4,7 Liter V8-Motor, 235 PS, Automatikgetriebe, ABS, durchschnittlicher Verbrauch Langstrecke bei Ø 120 km/h: 13,7l pro 100km. Preis: zwischen $28.000 und $35.000.

 

Fahrverhalten:
Im Autobahn- und Stadtverkehr fährt sich der Grand Cherokee Laredo in etwa wie ein Van. Ruhige Straßenlage, in Kurven geländewagen-typisch etwas weich. Die Beschleunigung ist dank des starken V8-Motors angenehm spritzig, nur die Bremsen reagieren etwas verzögert, weil das Gewicht und der Automatikantrieb doch etwas schieben. Das ist aber reine Gewöhnungssache. Auf der Autobahn gleitet man dahin und kann jede Meile genießen. Tempomat einschalten, zurücklehnen und nur noch lenken Stunden vergehen so im Flug, und eben auch 350 Meilen von Detroit nach Indianapolis. Der Tempomat ist einfach zu bedienen, und man sollte sich in den USA auch nutzen: vor allem im Bundesstaat Indiana lauern überall Polizisten, und jede kleinste Geschwindigkeitsüberschreitung wird hart geahndet, im schlimmsten Fall sogar mit Haft!

Also lieber einfach an der linken Seite des Lenkrads den Tempomat einschalten (der Knopf ist so günstig angebracht, dass man nur den Daumen drüber legen muss man muss keine Verrenkungen machen wie bei anderen Autos), dann noch mal links die Geschwindigkeit einstellen. Wenn man mal bremsen muss (was uns auf der nächtlichen Rückfahrt von Indianapolis erst nach 150 Meilen passiert ist weil wir in die Tankstelle abbiegen mussten), schaltet sich der Tempomat von selbst aus, wenn man dann wieder freie Fahrt hat, einfach den Knopf rechts drücken, dann geht das Auto automatisch wieder auf die eingestellte Geschwindigkeit. Mit dieser Taste lässt sich übrigens auch in kleinen Schritten beschleunigen sehr angenehm. Auch in der Stadt besticht das doch relativ große Auto durch gute Wendigkeit. Dazu kommen Sensoren, die piepen, wenn man einem Hindernis zu nahe kommt, auf allen Seiten, vorne und hinten, links und rechts. Das kann sehr hilfreich sein in engen Tiefgaragen, in den USA haben wir es eigentlich kaum benötigt, denn dort sind die Parkhäuser so großzügig gebaut und der Jeep hat einen so kleinen Wendekreis, dass wir keiner Säule gefährlich nahe gekommen sind.

Infotainment:
Auf den ersten Blick ganz normal ein Radio mit CD-Player, aber wenn man die Anlage aufdreht, bleibt einem die Luft weg. Das Rundum-Lautsprecher-System bietet einen Entschuldigung saustarken Sound. Er hält locker mit jeder Disco mit und da bleibt man auch wach, wenn man mitten in der Nacht die endlos langen Meilen über den Highway abspult. Die Anzeige des Bordcomputers befindet sich oberhalb des Rückspiegels. Hier kann man mit wenigen Knopfdrücken alles erfahren, was man während der Fahrt benötigt: durchschnittlicher Verbrauch, Himmelsrichtung (das kann man in einem großen Land wie den USA auch gut gebrauchen oder wenn es ins Gelände geht), Temperatur, und wenn irgendetwas am Auto nicht stimmt, ertönt ein Warnsignal und auf dem Display wird genau beschrieben, wo das Problem liegt. Wenn zum Beispiel ein Reifen etwas weniger Luft hat, dann wird eine Skizze gezeigt, der Druck auf allen vier Reifen angegeben, und der Hinweis: Reifen hinten links geringer Druck. Und das beste: der Jeep ist ein internationales Auto man kann den Bordcomputer nämlich je nach Lust und Laune auf Englisch oder Deutsch einstellen, und auch zwischen metrischem und US-System wählen. Wer also nicht weiß, was er sich unter Gallonen und Grad Fahrenheit vorstellen soll, der kann ganz einfach auf Liter und Celsius umstellen.

Komfort der Fahrgäste:
Die Amerikaner lieben es ja komfortabel und dem wird der Grand Cherokee Laredo vollends gerecht. Das Innere ist kein Geländewagen, sondern ein Wohnzimmer. Einladende Ledersitze, in denen man sich fühlt wie im Fernsehsessel, nicht nur vorn, sondern auch hinten. Dazu hat man reichlich Fußraum und jede Menge Abstellflächen. Besonders praktisch ist die Mittelablage, hier sind zwei fest installierte Becherhalter, die auch große Wasserflaschen aufnehmen, ohne dass sie einem im Weg umgehen, dazu viele Fächer für den Kleinkram, den man auf langen Fahrten so braucht. Sehr günstig angelegt sind auch die Leselampen der Beifahrer kann bequem unter seiner Lampe die Karte studieren oder auch Lesen, ohne dass der Fahrer gestört wird.

Gepäck:
Wie immer zwei Frauen auf Übersee-Reise: wir hatten wieder mal ziemlich viel dabei. Aber kein Problem: man ahnt es ja schon von außen: der Grand Cherokee ist zwar eigentlich ein Geländewagen, aber bietet fast denselben Platz wie ein Familien-Van. Hinter der Rückbank findet sich ein großer Kofferraum, in den locker mehrere Koffer (liegend oder stehend, wie man grad will), Trolleys, Reisetaschen und Jacken passen. Meistens ist das Auto packen bei uns ja eine mittlere Doktor-Arbeit, wir müssen oft genau ausrechen, wie man was wo reinquetscht, damit alles rein passt. Hier nicht: einfach die zwei großen Koffer nebeneinander flach hingelegt, die Computer-Trolleys davor, den kleinen Koffer und die Reisetaschen drauf und dann die Abdeckung drübergezogen. Was bei vielen Kombis nicht mehr geht: hier ein Kinderspiel.

Was uns positiv überrascht hat:
Jeep das ist das Synomym für Geländewagen wie Tempo für Taschentuch. Und auch wenn wir unserem Grand Cherokee Laredo nur für Autobahn- und Stadtverkehr genutzt haben, ein Blick zum Schalthebel hat uns immer wieder gewahr gemacht das ist ein Geländewagen, und zwar durch und durch. Denn neben dem Hebel für das Automatikgetriebe war ein zweiter Schalthebel, genauso groß, und der war nur für die Allrad-Einstellung da: man kann insgesamt zwischen fünf (!) verschiedenen Allrad-Einstellungen wählen. Damit sollte sich der Grand Cherokee doch allen Geländeformen anpassen, egal ob man über die Autobahn heizt, Passstrassen erklimmt, den Grand Canyon durchquert oder sich für eine Extrem-Fahrt durch Wälder und Flussbetten entscheidet.

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